Familienforschung · historische Quellen

Sterbebilder: Was die kleinen Erinnerungsbilder über Ihre Familie verraten

Von Barbara Rainerca. 18 min Lesezeit

Sterbebilder gehören zu den wertvollsten privaten Quellen der Familienforschung in den katholisch geprägten deutschsprachigen Gebieten Mitteleuropas. Sie waren unter anderem in Altbayern, Österreich und Tirol sowie in den deutschsprachigen Gebieten Böhmens und Mährens verbreitet.

Sie enthalten oft weit mehr als den Namen sowie Geburts- und Sterbedaten eines Menschen: Auf älteren Exemplaren finden sich auch Geburtsnamen, Berufe, Hofnamen, Wohnorte, Familienstand, militärische Angaben oder Hinweise auf die Lebensumstände. Besonders Sterbebilder aus der Zeit zwischen etwa 1880 und 1950 können erstaunlich mitteilsam sein. Sie sind keine amtlichen Urkunden – aber oft ausgezeichnete Wegweiser zur nächsten genealogischen Spur.

Historische Sterbebilder aus den deutschsprachigen Gebieten des katholischen Mitteleuropas mit Heiligenmotiven, Porträts und biografischen Angaben.
Sterbebilder bewahren nicht nur Lebensdaten. In wenigen Zeilen können sich ganze Familiengeschichten verbergen. Sammlung und Foto: Barbara Rainer.

Worauf dieser Artikel beruht

In meiner Arbeit als Schriftenleserin und Familienforscherin begegnen mir Sterbebilder meist nicht allein. Sie liegen zwischen alten Briefen, Fotografien und amtlichen Dokumenten, stecken in Gebetbüchern oder wurden gemeinsam mit anderen Familienpapieren in einer Schachtel aufbewahrt.

Auf den ersten Blick wirken sie manchmal wie eine kleine Ergänzung des Familienarchivs. Bei genauerem Hinsehen können sie jedoch eine eigenständige historische Quelle sein.

Für diesen Artikel habe ich meine praktische Erfahrung abgeglichen mit Veröffentlichungen des Bayerischen Landesvereins für Familienkunde, Beiträgen zur Geschichte des ostbayerischen Totenbrauchtums und kirchengeschichtlichen Quellen. Wo Entwicklungen historisch nicht lückenlos belegt sind, wird das offen benannt. Denn eine spannende Geschichte wird nicht besser, wenn man die fehlenden Teile selbst dazuerfindet.

Was ist ein Sterbebild?

Ein Sterbebild ist ein kleinformatiges Gebets- und Erinnerungsbild, das nach dem Tod eines Menschen gedruckt und meist bei der Totenmesse oder im Rahmen der Beerdigung verteilt wurde.

Je nach Region werden unterschiedliche Bezeichnungen verwendet:

Sterbebildchen, Totenbild, Totenzettel, Sterbezettel, Leichenzettel, Trauerbild, Grabzettel, Leidbild

In Österreich ist außerdem die Parte oder der Partezettel verbreitet. „Parten“ sind schriftliche Mitteilungen familiärer Ereignisse, wie Geburt / Taufe, Verlobung, Heirat oder Tod. Heute ist mit "Parte" meist die größere gedruckte Todesnachricht mit Angaben zur Aufbahrung, Beisetzung oder Seelenmesse gemeint. Das kleine Bild zum Aufbewahren kann daneben als Sterbebild oder Erinnerungsbild bestehen. Der Ausdruck geht auf das Lateinische pars zurück – in der Bedeutung von teilen, teilhaben lassen, jemanden in Kenntnis setzen.

Historisch war das Sterbebild jedoch nicht in erster Linie ein Andenken. Es war eine Bitte.

Eine Bitte an Verwandte, Nachbarn und Mitglieder der Pfarrgemeinde, die verstorbene Person in ihr Gebet einzuschließen.

Warum Sterbebilder vor allem im katholischen Mitteleuropa verbreitet sind

Auf vielen alten Sterbebildern steht:

„Gedenket im Gebete der Seele des Verstorbenen.“

Oder:

„O Herr, gib ihm die ewige Ruhe, und das ewige Licht leuchte ihm.“

Solche Sätze waren nicht nur frommer Schmuck. Sie erklären die ursprüngliche Aufgabe des Sterbebildes.

Das kleine Bild sollte an einen verstorbenen Menschen erinnern – und zugleich dazu anregen, weiterhin für ihn zu beten.

Fegefeuer, Fürbitte und Ablass – was war damit gemeint?

Nach katholischem Glaubensverständnis kann ein Mensch mit Gott versöhnt sterben und dennoch noch nicht vollkommen bereit für die unmittelbare Gemeinschaft mit Gott sein.

Die katholische Kirche nennt die notwendige abschließende Läuterung Purgatorium oder traditionell Fegefeuer.

Das Fegefeuer ist dabei nicht die Hölle. Die Verstorbenen gelten bereits als ihres Heils gewiss. Heute wird das Purgatorium häufig weniger als ein Ort der Bestrafung verstanden, sondern als ein Prozess der inneren Reinigung und Wandlung: Der Mensch wird bereit für die vollkommene Gemeinschaft mit Gott.

Nach katholischem Glauben können die Lebenden die Verstorbenen auf diesem Weg durch ihr Gebet begleiten.

Eine Fürbitte bedeutet ganz einfach:

Ich bitte Gott für einen anderen Menschen.

Wer betet:

„Herr, gib ihm die ewige Ruhe“,

bittet Gott unmittelbar um Hilfe für den Verstorbenen.

Ein Ablassgebet war etwas Besonderes. Die Kirche verband bestimmte Gebete oder fromme Handlungen mit einem Ablass. Dahinter stand die Vorstellung, dass auch nach der Vergebung noch etwas der Läuterung bedürfen kann.

Ein lebender Mensch konnte das vorgesehene Gebet verrichten und den damit verbundenen Ablass einem Verstorbenen zuwenden.

Warum Ablassgebete auf Sterbebilder gedruckt wurden

In meiner eigenen Sterbebildsammlung begegnen mir Ablassgebete auffallend häufig.

Das zeigt: Sterbebilder waren nicht nur Erinnerungsstücke. Sie konnten zugleich eine konkrete Anleitung enthalten, wie Angehörige nach damaligem katholischem Verständnis weiterhin etwas für einen Verstorbenen tun konnten.

Die hier gezeigte Rückseite eines vierseitigen Sterbebildes trägt die Überschrift:

„Ablaßgebet“

Das Gebet beginnt:

„Siehe, mein gütiger und liebreichster Jesus, in Deiner Gegenwart werfe ich mich nieder …“

Darunter steht:

„Vollkommener Ablaß, den Verstorbenen zuwendbar …“

Als Voraussetzungen nennt der Text unter anderem Beichte und Kommunion, das Gebet vor einem Bild des Gekreuzigten sowie ein Vaterunser und ein Ave Maria für die Anliegen des Papstes.

Das Gebet richtete sich an Jesus und diente zugleich der inneren Umkehr des betenden Menschen. Der damit verbundene Ablass konnte jedoch einem Verstorbenen zugedacht werden.

Das Sterbebild gab den Hinterbliebenen damit etwas sehr Konkretes an die Hand: Sie konnten sich erinnern, beten – und nach ihrem Glaubensverständnis weiterhin etwas für den verstorbenen Menschen tun.

Rückseite eines vierseitigen historischen Sterbebildes mit der Überschrift Ablaßgebet und dem Hinweis auf einen für Verstorbene zuwendbaren vollkommenen Ablass.
Rückseite eines Sterbebildes mit Ablassgebet. Der Hinweis nennt unter anderem Beichte, Kommunion und Gebete als Voraussetzungen und bezeichnet den vollkommenen Ablass ausdrücklich als „den Verstorbenen zuwendbar“. Sammlung und Foto: Barbara Rainer.

Gilt diese Vorstellung heute noch?

Die grundlegende Lehre besteht in der römisch-katholischen Kirche bis heute.

Die Kirche lehrt weiterhin eine abschließende Läuterung nach dem Tod. Auch Gebete und Fürbitten für Verstorbene gehören weiterhin zur katholischen Glaubenspraxis. Der Katechismus nennt daneben ausdrücklich Messfeiern, Almosen, Bußwerke und Ablässe zugunsten Verstorbener.

Auch Ablässe gehören weiterhin zur katholischen Lehre. Ihre Praxis wurde 1967 ( Zweites Vatikanisches Konzil unter Papst Paul VI.) jedoch vereinfacht und neu geordnet: Die früher üblichen Angaben in Tagen und Jahren wurden abgeschafft, ältere Ablassgewährungen überprüft und die Bedeutung der persönlichen Umkehr und inneren Haltung stärker hervorgehoben. Historische Angaben auf Sterbebildern sind deshalb Zeugnisse ihrer Zeit und nicht automatisch heute noch unter denselben Bedingungen gültig.

Das häufige Ablassgebet auf Sterbebildern wird verständlicher, wenn man den damaligen Glauben dahinter kennt: Der Tod beendete die Verbindung nicht. Die Lebenden konnten weiterhin für Verstorbene beten und ihnen nach katholischem Verständnis geistliche Hilfe zukommen lassen.

Das Sterbebild als Erinnerung an das Gebet

Viele Menschen bewahrten Sterbebilder in ihrem Gebetbuch auf. Beim nächsten Gottesdienst kamen sie wieder zum Vorschein – und mit ihnen die Erinnerung an die verstorbene Person.

In Ostbayern wurden sie deshalb auch „Einmerkerl“ genannt: Sie markierten eine Seite im Gebetbuch und halfen zugleich dem Gedächtnis ein wenig nach.

Nicht überall blieben die Bildchen jedoch zwischen Buchseiten verborgen. Im Passeiertal wurden Sterbebilder auch in der Stube, im Herrgottswinkel oder an der hölzernen Wandvertäfelung angebracht. Bei besonders nahestehenden Verstorbenen konnten Blumen, Kerzen oder ein Rosenkranz hinzukommen.

Das Sterbebild verband damit Erinnerung, Gebet und familiäres Gedenken.

Diese religiöse Funktion erklärt seine weite Verbreitung in den katholisch geprägten deutschsprachigen Gebieten Mitteleuropas – unter anderem in Altbayern, Österreich und Tirol sowie in den deutschsprachigen Gebieten Böhmens und Mährens.

Die Kirchen der Reformation übernahmen die katholische Lehre vom Fegefeuer und vom Ablass nicht. Totengedenken gab und gibt es selbstverständlich auch in anderen christlichen Traditionen – jedoch mit anderen theologischen Vorstellungen und Ausdrucksformen.

Heute steht bei vielen modernen Erinnerungsbildern stärker die Persönlichkeit und das gelebte Leben eines Menschen im Mittelpunkt. Die ursprüngliche Bitte um Gebet kann weiterhin vorhanden sein, tritt aber häufig in den Hintergrund.

Von der Totenrotel zum Sterbebild?

Als frühe Vorläufer der Sterbebilder werden häufig die mittelalterlichen Totenroteln genannt. Totenroteln waren Pergamentrollen, mit denen Klöster den Tod eines Mitglieds bekannt machten. Ein Klosterbote trug die Rolle über Wochen und Monate von einem Stift zum nächsten. Die Todesnachricht konnte eine kurze Lebensbeschreibung enthalten. An den besuchten Stationen wurden Gebetszusagen und Gedenkeinträge ergänzt – so wuchs die Rolle auf mehrere Meter Länge an.

Die Totenrotel teilte also nicht nur einen Todesfall mit. Sie bat zugleich um die Aufnahme des Verstorbenen in das Gebetsgedenken. Darin ähnelt ihre Funktion dem späteren Sterbebild.

Zylinderförmige Kartonhülle der Gleinker Totenrotel aus dem Jahr 1497, außen mit dunklem Marmorpapier überzogen, aufbewahrt im Archiv der Erzabtei St. Peter in Salzburg.
Die in St. Peter verbliebene Kartonhülle der Gleinker Totenrotel (1497). Die Pergamentrolle selbst gilt seit 1945 als verschollen; erhalten ist nur die zylinderförmige Hülle aus Karton, außen mit schwarz-braunem Marmorpapier überzogen. © Archiv St. Peter, Salzburg.

Zwischen einer langen Pergamentrolle, die von Kloster zu Kloster getragen wurde, und einem kleinen Bildchen im Gebetbuch liegen mehrere Jahrhunderte. Das Bedürfnis, das Ableben eines Menschen zu verkünden und um Gebet für die Person zu bitten, hat sich bis heute fortgesetzt – hinein in eine grundlegend veränderte Gesellschaft.

Wie sich Sterbebilder verbreiteten

Frühe handschriftliche und gedruckte Sterbezettel sind besonders aus den Niederlanden bekannt. Nach Angaben des Bayerischen Landesvereins für Familienkunde entstanden handgeschriebene Exemplare bereits im 16. Jahrhundert, gedruckte Bildchen im 17. Jahrhundert. Zunächst blieben sie vor allem Geistlichen, Adeligen und gesellschaftlich hochgestellten Menschen vorbehalten. Im Laufe des 19. Jahrhunderts verbreitete sich der Brauch über weite Teile des katholischen Europas.

Mehrere Entwicklungen halfen dabei:

  • Neue Druckverfahren machten größere Auflagen möglich.
  • Sinkende Herstellungskosten sorgten dafür, dass sich immer mehr Familien ein gedrucktes Sterbebild leisten konnten.
  • Die zunehmende Alphabetisierung vergrößerte den Kreis der Menschen, die solche Texte selbst lesen konnten.
  • Andachts- und Heiligenbilder boten bereits ein vertrautes Format, dessen Rückseite für Namen, Lebensdaten und Gebete genutzt werden konnte.

Kleine Zeitleiste – Wie sich Sterbebilder entwickelten

  1. Mittelalter
    Mit Totenroteln übermitteln Klöster Todesnachrichten und bitten andere geistliche Gemeinschaften um das Gebet für ihre Verstorbenen. Eine direkte Entwicklung zum späteren Sterbebild ist nicht lückenlos belegt; die ähnliche Funktion macht sie jedoch zu wichtigen historischen Vorläufern.
  2. 16. Jahrhundert
    Aus den Niederlanden sind erste handgeschriebene Sterbe- beziehungsweise Totenzettel überliefert.
  3. 17. Jahrhundert
    Gedruckte Totenzettel werden gebräuchlicher. In den Niederlanden verbreiten sich die sogenannten bidprentjes – kleine Gebetsbildchen, die Erinnerung und Bitte um Fürbitte verbinden.
  4. Ende des 17. und im 18. Jahrhundert
    Gedruckte Totenzettel werden gebräuchlicher. Zunächst bleiben sie vor allem Geistlichen, Adeligen und wohlhabenden Bürgern vorbehalten. Vorhandene Heiligen- und Andachtsbilder werden zunehmend auf der Rückseite mit Sterbetexten versehen.
  5. Erste Hälfte des 19. Jahrhunderts
    Der Brauch erreicht katholisch geprägte Gebiete in Bayern, Österreich und Tirol. Der BLF nennt für Bayern die Zeit um 1830; andere Überblicksdarstellungen sprechen eher von um 1840. Die Entwicklung verlief regional und allmählich – nicht überall zur selben Zeit.
  6. 1838 und 1845
    Aus dem Passeiertal sind frühe konkrete Beispiele erhalten. Ein Sterbebild aus einer privaten Sammlung stammt aus dem Jahr 1838, das älteste Exemplar im MuseumPasseier aus dem Jahr 1845. Beide entstanden noch aus Andachtsbildern, deren Rückseiten mit einem individuellen Sterbetext versehen wurden.
  7. Ab etwa 1840
    Im Passeiertal wird für Sterbebilder zunehmend der Stahlstich verwendet. Feinere Linien und größere Auflagen werden möglich. Die Einführung einzelner Drucktechniken kann sich regional unterscheiden.
  8. Ab etwa 1860
    Die Lithografie, der Steindruck, erweitert die gestalterischen Möglichkeiten.
  9. Ab etwa 1880
    Mit der Chromolithografie werden farbige Bildseiten zunehmend möglich. Gold- und Silberverzierungen, kräftige Farben und glänzende Oberflächen prägen viele Sterbebilder dieser Zeit. Im Passeiertal werden nun auch erste Fotografien der Verstorbenen zugeschnitten und von Hand auf die Bildchen geklebt.
  10. Ab etwa 1890
    Auch in Bayern erscheinen zunehmend Sterbebilder mit aufgeklebten Fotografien. Viele Bildchen werden jedoch weiterhin ohne Porträt gedruckt.
  11. Erster Weltkrieg
    Die Gefallenenbilder machen das Porträt des Verstorbenen wesentlich verbreiteter. Faltbare Doppelblätter bieten Platz für größere Soldatenbilder, militärische Angaben, Gebete und Gedenkverse. Für Familien, deren Angehörige fern der Heimat begraben wurden, war das Sterbebild oft das wichtigste greifbare Erinnerungsstück.
  12. Um 1915
    In Bayern werden einzeln aufgeklebte Fotografien zunehmend durch drucktechnisch vervielfältigte Porträts ersetzt.
  13. Ab 1941/1942
    Auf manchen Sterbebildern des Zweiten Weltkriegs treten militärische und nationalistische Symbole oder Parolen an die Stelle traditioneller religiöser Motive.
  14. Letzte Kriegs- und erste Nachkriegsjahre
    Materialmangel zeigt sich auch im Sterbebild. Es entstehen schlichte Notausgaben auf minderwertigem Papier, teilweise handschriftlich oder mit der Schreibmaschine ergänzt.
  15. Nach 1950
    Reproduktionen bekannter Kunstwerke werden beliebter. Die religiöse Bildsprache bleibt zunächst erhalten, wird aber vielfältiger.
  16. 1970er bis 1990er Jahre
    Albrecht Dürers „Betende Hände“ gehören zu den besonders häufig verwendeten Motiven. Danach gewinnen Landschaften, Blumen, Wege, Berge und andere Naturbilder an Bedeutung.
  17. Seit dem späten 20. Jahrhundert
    Aus dem traditionellen Gebetsbild wird zunehmend ein individuelles Erinnerungsbild. Private Fotografien, Lieblingsorte, Gedichte und persönliche Worte rücken den Menschen und sein gelebtes Leben stärker in den Mittelpunkt. Gleichzeitig werden die genealogischen Angaben häufig knapper.

Vom Heiligenbild zum Porträt

Die frühen Sterbebilder wurden nicht immer eigens für einen bestimmten Todesfall gestaltet. Häufig verwendete man vorhandene Heiligen- oder Andachtsbilder. Auf der Rückseite ergänzte man den Namen der verstorbenen Person, Lebensdaten und die Bitte um ein Gebet.

Mit neuen Drucktechniken entstand daraus eine eigene Bilderwelt.

Stahlstich, Lithografie und Farbdruck ermöglichten immer feinere Darstellungen. Im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert konnten Sterbebilder ausgesprochen prächtig sein: kräftige Farben, glänzende Oberflächen, ornamentale Rahmen sowie Gold- und Silberverzierungen fanden auf erstaunlich wenig Papier Platz.

Ein wenig Andacht, ein wenig Druckkunst – und gelegentlich sehr viel Gold auf kaum mehr als einer Handfläche.

Beliebte Motive waren:

  • Christus am Kreuz
  • Szenen aus der Passion
  • die Auferstehung
  • Maria als Schmerzensmutter
  • Schutzengel
  • Heilige
  • Gnadenbilder bekannter Wallfahrtsorte
  • Blumen, Kreuze und religiöse Symbole

Die Motive waren nicht zufällig gewählt. Sie vermittelten Trost, Hoffnung und religiöse Deutung.

Verschiedene religiöse Motive auf Sterbebildern: Christus, Maria, Heilige und Dürers Betende Hände.
Religiöse Motive – von Christusdarstellungen und Marienbildern bis zu Dürers „Betenden Händen“ – prägten die Bildsprache vieler Sterbebilder. Sammlung und Foto: Barbara Rainer.

Wann kamen Fotografien auf Sterbebilder?

Ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erschienen erste Porträts der Verstorbenen auf Sterbebildern.

Frühe Fotografien wurden häufig einzeln ausgeschnitten und von Hand aufgeklebt. Dafür musste allerdings überhaupt ein geeignetes Bild vorhanden sein.

Fotografiert zu werden war noch keine alltägliche Angelegenheit. Von manchen Menschen existierte zeitlebens nur eine einzige Aufnahme – vielleicht von der Hochzeit, während des Militärdienstes oder anlässlich eines seltenen Besuchs bei einem Fotografen.

Ein Sterbebild ohne Foto bedeutet deshalb nicht automatisch, dass sich die Familie kein Porträt leisten konnte.

Vielleicht gab es keines.

Vielleicht entsprach ein Heiligenbild eher dem religiösen Verständnis der Familie.

Oder vielleicht war die Ausführung ohne Fotografie günstiger und schneller verfügbar.

In Bayern verbreitete sich das Porträt zunächst eher langsam. Mit den Gefallenenbildern des Ersten Weltkriegs wurde das Foto schließlich wesentlich selbstverständlicher.

Verschiedene historische Sterbebilder mit ovalen Porträtfotos der Verstorbenen, angeordnet auf braunem Karton.
Sterbebilder mit Porträtfotos: Ab dem späten 19. Jahrhundert rückten Fotografien der Verstorbenen zunehmend in den Mittelpunkt. Sammlung und Foto: Barbara Rainer.

Warum Sterbebilder für die Familienforschung so wertvoll sind

Besonders ausführliche Sterbebilder entstanden häufig zwischen etwa 1880 und 1950.

Ihre Texte können enthalten:

Person

  • vollständiger Name
  • Geburtsname
  • Familienstand
  • genaues Lebensalter

Orte

  • Geburtsort
  • Wohnort
  • Sterbeort

Beruf & Stand

  • Beruf
  • Hof- oder Hausname
  • Ehrenämter
  • Vereinszugehörigkeiten

Tod & Glaube

  • Dauer einer Krankheit
  • Empfang der Sterbesakramente
  • militärische Einheit
  • Orden und Auszeichnungen

Nicht jedes Bild enthält all diese Angaben.

Aber manchmal genügt ein einziges Wort, damit sich eine festgefahrene genealogische Spur wieder öffnet.

Der Geburtsname kann eine neue Ahnenlinie öffnen

Bei verheirateten Frauen ist der Geburtsname oft der wertvollste Hinweis.

Typische Geburtsnamen-Formulierungen

  • „geborene …“
  • „geb. …“
  • „Bauerngattin, eine geborene …“
  • „Witwe nach …“

Der Geburtsname kann zur Herkunftspfarre, zur Eheschließung und damit zur nächsten Generation der Familie führen.

Gerade Frauen verschwinden in historischen Unterlagen manchmal hinter dem Namen ihres Mannes. Ein Sterbebild kann ihnen den eigenen Familiennamen zurückgeben.

Geburtsort, Wohnort und Sterbeort sind nicht dasselbe

Ein Sterbebild kann mehrere Orte nennen.

Der Geburtsort weist auf die Herkunft einer Person hin.

Der Wohnort zeigt, wo sie zuletzt lebte.

Der Sterbeort kann davon abweichen – etwa wenn jemand in einem Krankenhaus, bei Angehörigen oder während einer Reise starb.

Eine Formulierung wie „zu Salzburg verschieden“ sollte deshalb nicht automatisch als Beleg für einen langjährigen Wohnsitz gelesen werden.

Der Beruf hilft bei der richtigen Zuordnung

Berufsangaben sind besonders wertvoll, wenn mehrere Menschen denselben Namen tragen.

Ein Johann Maier lässt genealogisch noch ziemlich viel Raum für Verwechslungen.

Ein Johann Maier, Wagnermeister und Hausbesitzer in einem bestimmten Ort, zeigt sich bereits deutlich kooperativer.

Auf Sterbebildern begegnen wir beispielsweise:

Berufsbezeichnungen auf Sterbebildern

  • Bauer
  • Austragsbauer
  • Ökonom
  • Gastwirt
  • Schmied
  • Wagner
  • Mesner
  • Lehrer
  • Forstwart
  • Gendarm
  • Kaufmann
  • Eisenbahner

Historische Berufsbezeichnungen dürfen nicht immer wörtlich nach heutigem Sprachgebrauch verstanden werden.

Ein Ökonom war im süddeutschen und österreichischen Raum häufig ein Landwirt oder Gutsbesitzer – kein Wirtschaftswissenschaftler.

Ein Realitätenbesitzer besaß unbewegliches Vermögen, meist Haus- oder Grundbesitz.

Der Beruf kann außerdem zu weiteren Quellen führen: zu Innungsakten, Gewerberegistern, Personalunterlagen, Schulberichten, Militärakten oder historischen Adressbüchern.

Hofnamen können wichtiger sein als Familiennamen

Im ländlichen Raum gehörte ein Mensch nicht nur zu einer Familie, sondern oft ebenso zu einem Hof.

Der Hofname blieb häufig am Anwesen bestehen, auch wenn durch Einheirat längst ein anderer Familienname dort lebte.

Typische Hofnamen-Formulierungen

  • „Bauer vom …hof“
  • „vulgo …“
  • „beim Schuster“
  • „Austragsmutter am …gut“

Ein Hofname kann helfen, gleichnamige Familien zu unterscheiden und ein Anwesen auf historischen Karten oder in Grundbüchern zu finden. Gerade bei Familien aus den deutschsprachigen Gebieten Böhmens und Mährens können Orts-, Hof- und Hausnamen heute wertvolle Brücken zwischen historischen deutschsprachigen Quellen, veränderten Ortsbezeichnungen und heutigen tschechischen Ortsnamen bilden.

Er kann außerdem zu Hauschroniken, Katastern, Übergabeverträgen und Besitzgeschichten führen.

Familienstand und soziale Stellung

Familienstand und soziale Stellung

  • „Ehegattin“
  • „Witwe“
  • „Bauernsohn“
  • „Witwer nach …“
  • „tugendsame Jungfrau“
  • „ehrengeachteter Herr“

Solche Bezeichnungen können konkrete Hinweise geben. Gleichzeitig spiegeln sie die Werte und gesellschaftlichen Konventionen ihrer Zeit.

Die „tugendsame Jungfrau“ war keine amtliche Personenstandskategorie. Sie war eine ehrende und moralisch wertende Bezeichnung für eine unverheiratete Frau.

Das genaue Alter kann zum Geburtsdatum führen

Manche Sterbebilder geben das Lebensalter erstaunlich genau an:

„im Alter von 59 Jahren und 7 Monaten“

Mit solchen Angaben lässt sich ein ungefähres Geburtsdatum zurückrechnen.

Das Ergebnis bleibt jedoch zunächst ein errechneter Hinweis.

Je nach Zählweise kann die Berechnung um einen Tag oder mehr abweichen. Prüfen Sie das Datum deshalb anschließend im Tauf- oder Geburtsregister.

Krankheit und Todesumstände

Typische Formulierungen zu Krankheit und Tod

  • „nach langem, schwerem Leiden“
  • „nach kurzer Krankheit“
  • „plötzlich und unerwartet“
  • „durch einen Unglücksfall“
  • „wohlversehen mit den heiligen Sterbesakramenten“

können Hinweise auf die letzten Lebenswochen oder den Tod geben. Viele waren jedoch standardisierte Textbausteine und sollten nicht wie eine Beschreibung der reellen Umstände gelesen werden.

Orden, Ehrenämter und Vereine

Orden, Ehrenämter und Vereine

  • militärische Auszeichnungen
  • Ehrenämter
  • Vereinsfunktionen
  • kirchliche Aufgaben
  • kommunale Ämter

War jemand Mitglied der Feuerwehr oder eines Veteranenvereins? Kirchenpfleger, Bürgermeister oder Mesner?

Dann können Vereinschroniken, Gemeindeakten, Pfarrarchive oder historische Zeitungen weitere Informationen enthalten.

Manchmal erinnert ein Sterbebild an mehrere Menschen

Nicht jedes Sterbebild erinnert nur an einen Menschen. Vereinzelt wurden mehrere verstorbene Angehörige auf einem gemeinsamen Bild zusammengefasst. Das konnte geschehen, wenn mehrere Todesfälle innerhalb kurzer Zeit eintraten oder das Sterbebild erst später hergestellt wurde.

Für die Familienforschung kann ein solches Bild besonders wertvoll sein. Es macht möglicherweise mehrere Verwandtschaftsbeziehungen auf einmal sichtbar und kann Menschen miteinander verbinden, die in anderen Quellen nur einzeln erscheinen.

Gemeinsames Sterbebild für ein Geschwisterpaar aus Rauris, 1932: Christian Rainbacher und seine Schwester Christina Pfandler.
Ein gemeinsames Sterbebild kann mehrere Verwandtschaftsbeziehungen auf einmal sichtbar machen – hier erinnert ein Bild an ein Geschwisterpaar, das kurz nacheinander verstarb. Sammlung und Foto: Barbara Rainer.

Sterbebilder richtig lesen: eine einfache Vorgehensweise

1. Betrachten Sie alle Seiten

Schauen Sie sich Vorderseite, Rückseite und bei Faltbildern auch die Innenseiten an.

Ein religiöses Motiv kann einen Namenspatron, einen Wallfahrtsort oder eine regionale Drucktradition zeigen.

Achten Sie auch auf einen kleinen Druckereivermerk am unteren Rand. Der Name oder Ort der Druckerei kann Hinweise darauf geben, wo das Sterbebild hergestellt wurde. Bei undatierten oder nur schwer einzuordnenden Exemplaren kann er außerdem helfen, Entstehungszeit und regionale Herkunft näher einzugrenzen.

2. Übertragen Sie den Text zunächst wortgetreu

Schreiben Sie zuerst genau ab, was auf dem Bild steht.

Behalten Sie historische Titel, Abkürzungen und ungewohnte Formulierungen bei.

Erst danach folgt eine moderne Lesefassung oder Erklärung.

Viele Sterbebilder sind in Frakturschrift gedruckt. Persönliche Ergänzungen können in Kurrent, späterer deutscher Schreibschrift oder moderner Schreibschrift ausgeführt sein.

Ein scheinbar unscheinbares Wort kann entscheidend sein.

Achten Sie auf:

  • Geburtsnamen
  • Hofnamen
  • Ortsteile
  • Vulgo-Namen
  • alte Ortsbezeichnungen
  • Schreibvarianten
  • Zusätze wie „von“, „zu“, „am“ oder „beim“

3. Trennen Sie Fakten von ehrenden Formeln

Nicht jede Formulierung auf einem Sterbebild ist eine überprüfbare biografische Information.

Name, Ort, Beruf, Familienstand und Lebensdaten sind konkrete Angaben, die sich mit anderen Quellen abgleichen lassen. Bezeichnungen wie „ehrengeachtet“, „tugendsam“ oder „gottesfürchtig“ gehören dagegen häufig zur zeittypischen Sprache des Totengedenkens.

Lesen Sie auch ausführliche Charakterbeschreibungen mit historischem Gespür. Ein „vorbildlicher Familienvater“, ein „hochgeachteter Bürger“ oder eine „tugendsame Jungfrau“ wurde nicht nach neutralen biografischen Kriterien beurteilt. Sterbebilder sollten ehren und trösten. Es galt der alte Grundsatz: De mortuis nihil nisi bonum – über Verstorbene nur Gutes.

Solche Aussagen erzählen deshalb häufig mehr über die gesellschaftlichen Werte, die erwünschten Tugenden und die Konventionen des Totengedenkens als über den tatsächlichen Charakter eines Menschen.

4. Vergleichen Sie die Angaben mit anderen Quellen

Ein Sterbebild ist wertvoll – aber keine amtliche Urkunde.

Prüfen Sie wichtige Angaben möglichst in:

  • Kirchenbüchern
  • Standesamtsregistern
  • Meldeunterlagen
  • Friedhofsregistern
  • historischen Zeitungen
  • Militärakten
  • Grundbüchern

Auch ein wunderschön vergoldetes Sterbebild kann einen Zahlendreher enthalten.

5. Dokumentieren Sie, woher das Sterbebild stammt

Notieren Sie, aus welchem Nachlass, Gebetbuch oder Familienzweig das Bild stammt.

Diese Herkunft – in der Fachsprache Provenienz – kann selbst eine wichtige Spur sein.

Ein Sterbebild im Gebetbuch einer Urgroßmutter kann eine familiäre Beziehung anzeigen. Es kann aber ebenso an Nachbarn, Freunde, Vereinsmitglieder oder Menschen aus derselben Pfarrgemeinde erinnern.

Nicht jede Person in einer Sterbebildersammlung gehört automatisch zur Familie.

Gefallenenbilder: Erinnerung an einen Menschen fern der Heimat

Sterbebilder gefallener Soldaten bilden eine eigene und besonders bewegende Quellengruppe.

Während des Ersten Weltkriegs besaßen viele Familien ein Uniformporträt ihres Sohnes, Bruders oder Ehemannes. Da Gefallene häufig weit entfernt von ihrem Heimatort bestattet wurden, fehlte der Familie ein Grab auf dem vertrauten Friedhof.

Das Sterbebild erhielt dadurch eine zusätzliche Bedeutung. Es war:

Bedeutung des Gefallenenbildes für die Familie

  • Todesnachricht
  • Gebetsbild
  • Erinnerungsstück
  • Porträt
  • Ersatz für einen Abschied am Grab

Auch Vermisste konnten Jahre später noch in das familiäre Gedenken aufgenommen werden. Das zeigt dieses gemeinsame Sterbebild einer 1926 verstorbenen Mutter und ihres seit dem Ersten Weltkrieg vermissten Sohnes. Obwohl sein Schicksal ungeklärt war, wurde er auf dem Bild mitgenannt und in die Gebetsbitte einbezogen.

Doppel-Sterbebild: Johann Buchner, im Ersten Weltkrieg vermisst, und seine Mutter Gertraud Buchner, verstorben 1926.
Ein gemeinsames Sterbebild für eine Mutter und ihren im Krieg vermissten Sohn – so erhielt auch ein Angehöriger mit ungeklärtem Schicksal einen Platz im familiären Gedenken. Sammlung und Foto: Barbara Rainer.

Ein solches Bild ist deshalb nicht nur eine Quelle zu einem einzelnen Todesfall. Es kann zu einem kleinen Familiengedächtnis werden – und auch Menschen einen Platz geben, deren Tod nie eindeutig geklärt oder deren Grab nie gefunden wurde.

Sammelblatt mit Gefallenenbildern aus dem Ersten Weltkrieg: Uniformporträts von Johann Brandstätter sowie Sterbebilder von Johann Gassner, Josef Madreiter und Anton Deisenberger aus Leogang.
Gefallenenbilder des Ersten Weltkriegs: Uniformporträts, Angaben zu Regiment, Truppenteil und Todesort machten das Sterbebild zugleich zu Todesnachricht, Gebetsbild und Erinnerungsstück. Sammlung und Foto: Barbara Rainer.

Gefallenenbilder – Inhalt und Bildsprache

Typische Angaben auf Gefallenenbildern

  • Dienstgrad
  • Truppenteil
  • Regiment
  • Kriegsschauplatz
  • Auszeichnungen
  • Todesort
  • Todestag
  • Hinweise auf Verwundung oder Gefecht

Diese Angaben sind hervorragende Ausgangspunkte für militärhistorische Forschungen. Sie sollten dennoch überprüft werden. Einheiten wurden abgekürzt, Ortsnamen verändert oder nach Gehör geschrieben. Auch der genannte Todesort kann eine größere Region statt eines konkreten Ortes bezeichnen.

Die Bildsprache erzählt zusätzlich von der Zeit, in der das Sterbebild entstand.

Engel, Christusfiguren und Soldatengräber verbanden religiösen Trost mit Vorstellungen von Opfer, Pflicht und Heldentum.

Auf manchen Gefallenenbildern des Zweiten Weltkriegs traten militärische und nationalistische Zeichen zunehmend neben oder an die Stelle der traditionellen religiösen Motive. Das schwarze Tatzenkreuz, das an die Form des Eisernen Kreuzes erinnerte, deutete den Tod des Soldaten als Opfer- oder „Heldentod" für Heimat, Volk und Staat. Es war dabei nicht zwingend ein Hinweis darauf, dass der Verstorbene tatsächlich mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet worden war. Das Zeichen konnte vielmehr allgemein für Soldatentum, Pflichterfüllung und den Tod im Krieg stehen.

Sammelblatt mit Gefallenenbildern des Zweiten Weltkriegs: Andenken an Johann Rainer, Johann Madreiter, Franz Genser und Anton Rainer – teils mit Eisernem Kreuz und Gedenkversen.
Gefallenenbilder des Zweiten Weltkriegs: Neben Porträt und Gebet treten Eisernes Kreuz, militärische Symbole und Formulierungen wie „Heldentod" oder „für Führer, Volk und Heimat" hervor. Sammlung und Foto: Barbara Rainer.

In den letzten Kriegs- und frühen Nachkriegsjahren spiegelte selbst das Papier den Mangel wider: Manche Sterbebilder wurden auf einfachem Material gedruckt – Holz war zur Mangelware geworden und die Papierqualität nahm im Laufe des Krieges stark ab.

Vom Sterbebild zum Erinnerungsbild

Heute wird zunehmend der Begriff Erinnerungsbild verwendet.

Das ist mehr als nur ein modernerer Name. Das historische Sterbebild war eng mit Gebet, Fürbitte und katholischer Glaubenspraxis verbunden. Es erinnerte an die verstorbene Person – sollte aber zugleich zum Gebet für ihre Seele anregen.

Sterbebild von Maria Oberlechner aus dem Jahr 1939 mit religiösem Motiv – Pietà mit Christus und den trauernden Frauen – auf der linken Innenseite und Porträtfoto der Verstorbenen mit Fraktur-Text auf der rechten Seite.
1939 – ein klassisches religiöses Sterbebild: Pietà auf der linken, Porträtfoto und Fraktur-Trauervers auf der rechten Seite. Das Bild lädt ausdrücklich zur Fürbitte für die verstorbene Person ein. Sammlung und Foto: Barbara Rainer.

Das moderne Erinnerungsbild legt den Schwerpunkt stärker auf die Persönlichkeit und das gelebte Leben.

An die Stelle standardisierter Heiligenbilder treten:

  • private Fotografien
  • Lieblingsorte
  • Landschaften
  • Blumen
  • Berge
  • Wälder
  • persönliche Symbole
  • Gedichte oder eigene Worte
  • Sätze, die für den Verstorbenen wichtig waren

Nach 1950 wurden zunächst Kunstreproduktionen beliebter. Zwischen den 1970er und 1990er Jahren erschienen häufig Albrecht Dürers „Betende Hände“. Später nahmen Naturmotive zu. Gleichzeitig wurden die biografischen Texte oft kürzer.

Zwei Sterbebilder aus den 1950er Jahren: links ein klassisches Heiligenbild mit Christus und Maria, rechts das Sterbebild der 1958 verstorbenen Traute Ablasser mit Porträtfoto, Trauervers und schwarzem Trauerrand.
1958 – ein Übergang: Das Sterbebild von Traute Ablasser zeigt schon ein persönliches Porträtfoto, hält aber am schwarzen Trauerrand, am Kreuz und an einem geistlichen Vers fest. Sammlung und Foto: Barbara Rainer.

Viele moderne Erinnerungsbilder enthalten nur noch:

Name – Geburtsdatum – Sterbedatum

Dafür erzählen die ausgewählten Fotos manchmal sehr persönlich von einem Menschen.

Für die Familienforschung ist das ein eigenartiges Tauschgeschäft:

Wir gewinnen Individualität – und verlieren gelegentlich die ausführlichen Angaben zu Beruf, Hof, Herkunft und gesellschaftlicher Stellung.

Der Wandel vom Sterbebild zum Erinnerungsbild zeigt zugleich, wie sich der Umgang mit Tod verändert hat.

Das traditionelle Bild sagte sinngemäß:

„Bitte bete für diesen Menschen.“

Das moderne Erinnerungsbild sagt häufiger:

„So möchten wir diesen Menschen in Erinnerung behalten.“

Beides bewahrt Erinnerung.

Aber der Schwerpunkt hat sich verschoben.

Schon die Gefallenenbilder der Kriege rückten die persönliche Erinnerung stärker in den Vordergrund. Wo kein Grab in der Heimat besucht werden konnte, bewahrte das kleine Porträt das Gesicht des Verstorbenen. Das Sterbebild blieb Gebetsbild – wurde aber zugleich immer deutlicher zu einem Erinnerungsbild.

Modernes Erinnerungsbild für Harry Zengeler (1949–2016): auf der linken Seite ein Naturfoto mit Blüten und Bäumen, auf der rechten Seite ein Porträtfoto des Verstorbenen mit einer Skulptur in der Hand sowie persönlichen Abschiedsworten.
2016 – ein modernes Erinnerungsbild: persönliches Porträtfoto, ein individuelles Naturmotiv und private Abschiedsworte. Religiöse Symbolik tritt zugunsten des gelebten Lebens in den Hintergrund. Sammlung und Foto: Barbara Rainer.

Sind Sterbebilder zuverlässige Quellen?

Sterbebilder sind zeitnahe private Quellen, aber keine amtlichen Register.

Die Angaben wurden meist von Angehörigen an eine Druckerei oder ein Bestattungsunternehmen weitergegeben.

Vieles ist zuverlässig, weil Familien Namen, Beruf, Wohnort und Lebensumstände gut kannten. Fehler sind trotzdem möglich.

Typische Unsicherheiten sind:

  • Zahlendreher
  • falsch erinnerte Geburtsjahre
  • gerundete Altersangaben
  • fehlerhaft gesetzte Ortsnamen
  • vereinfachte Todesursachen
  • ungenaue militärische Angaben

Nutzen Sie ein Sterbebild deshalb wie einen guten Wegweiser. Es zeigt Ihnen, wo Sie weiterforschen können. Für entscheidende Lebensdaten bleibt der Abgleich mit Originalquellen sinnvoll.

Wo finden Sie alte Sterbebilder?

Der erste und oft beste Fundort ist die eigene Familie. Sterbebilder wurden häufig über Generationen gesammelt. Eine Tante oder Cousine kann eine ganz andere Auswahl besitzen als die eigene Familienlinie.

Darüber hinaus gibt es genealogische Sammlungen und Datenbanken.

Online-Sammlungen von Sterbebildern sind regional sehr unterschiedlich erschlossen. Bayern verfügt mit dem Sterbebilderprojekt des Bayerischen Landesvereins für Familienkunde über eine große zentrale Datenbank. Für Österreich ist besonders die Sammlung „Sterbebilder Gesamt-Tirol“ ergiebig. In Tschechien sind Sterbebilder bislang stärker auf lokale Archive, Topotheken und private Sammlungen verteilt; eine vergleichbare landesweite Sterbebilddatenbank ist derzeit nicht bekannt.

Probieren Sie bei der Suche in Online-Portalen verschiedene Schreibweisen aus.

Namen können anders geschrieben, Ortsbezeichnungen verändert oder beim Erfassen falsch gelesen worden sein.

Suchen Sie deshalb auch nach:

  • Namensvarianten
  • Hofnamen
  • Ortsteilen
  • Nachbarorten

Bayern

1. Bayerisches Sterbebilderprojekt des BLF

www.blf-sterbebilderprojekt.de

Die wichtigste zentrale Quelle für Bayern. Gesucht werden kann nach Namen und weiteren erfassten Angaben. Der Gastzugang ist ohne Registrierung nutzbar, zeigt jedoch keine Scans.

Zugang: Namenssuche frei · Scans eingeschränkt

2. Würzburger Totenzettel

vb2.uni-wuerzburg.de/solr/totenzettel/browse

Die digitale Sammlung umfasst derzeit 4.903 Totenzettel. Gesucht werden kann unter anderem nach Name, Beruf, Geburtsort, Sterbeort, Todesursache und Signatur. Die Einträge enthalten Digitalisate und teilweise sehr ausführliche biografische Angaben.

Zugang: Suche und Digitalisate frei

3. Sterbebilder aus dem Raum Wasserburg am Inn

stephanbliemel.piwigo.com

Private regionale Bildsammlung mit Sterbebildern aus dem Raum Wasserburg und Umgebung. Die Sammlung eignet sich besonders für Forschungen im südöstlichen Oberbayern.

Zugang: Bilder frei einsehbar

4. Bayerische Topotheken

Übersicht aller Topotheken: www.topothek.at/de

Topotheken sind lokale digitale Geschichtsarchive, keine reinen Sterbebilddatenbanken. Je nach Ort können sie Sterbebilder, Parten, Familienunterlagen, Fotografien oder andere persönliche Erinnerungsstücke enthalten. Das Angebot umfasst unter anderem bayerische Topotheken in Bergen, Bernau, Chieming, Hauzenberg, Metten, Thyrnau und Waldkirchen.

Zugang: frei · Bestand je nach Ort unterschiedlich

5. Geschichte hautnah – Gefallenen-Sterbebilder

www.geschichte-hautnah.de

Umfangreiche thematische Sammlung von Sterbebildern gefallener Soldaten des Ersten und Zweiten Weltkriegs, vielfach ergänzt durch recherchierte Lebensgeschichten.

Zugang: frei

Österreich

1. Sterbebilder Gesamt-Tirol

sterbebilder.schwemberger.at

Eine sehr umfangreiche private Online-Sammlung für Nordtirol, Osttirol und Südtirol. Einzelne Sterbebilder sind mit Porträt und biografischen Angaben direkt aufrufbar. Die Sammlung umfasst damit sowohl österreichisches Tirol als auch Südtirol.

Zugang: Suche und Bilder frei

2. Topothek Österreich

Zentrales Portal: www.topothek.at/de

Österreich verfügt über ein sehr dichtes Netz lokaler Topotheken. Darin können sich Sterbebilder, Parten, Todesanzeigen, Familienfotos und Nachlassmaterialien befinden. Die Inhalte unterscheiden sich von Gemeinde zu Gemeinde. Das Portal verzeichnet zahlreiche lokale Archive in Niederösterreich, Oberösterreich, dem Burgenland, Kärnten, Salzburg, der Steiermark, Tirol, Vorarlberg und Wien.

Praktisch ist die Suche mit mehreren Begriffen: Sterbebild · Totenbild · Totenzettel · Parte · Partezettel · Erinnerungsbild

Topothek des Mostviertler Genealogenvereins: mogev.topothek.at

Zugang: frei · keine zentrale Sterbebildsuche

Tschechien

Die verfügbaren Bestände sind stärker regional verteilt und oft Teil allgemeiner Orts-, Museums- oder Bildarchive. Eine eigene Sterbebilder-Datenbank konnte ich bisher noch nicht finden.

Topothek des Klosters Strahov in Prag

strahov.topoteka.net

Auch in Tschechien gibt es Topotheken – zum Beispiel die Topothek des Prämonstratenserklosters Strahov in Prag.

Porta fontium – Bayerisch-tschechisches Archivportal

Deutsche Oberfläche: www.portafontium.eu

Porta fontium ist ein grenzüberschreitendes Portal für digitalisierte historische Quellen aus Bayern und Tschechien. Es ist keine systematische Sterbebildsammlung, kann aber bei der weiteren Recherche zu Personen, Orten und Familien aus Westböhmen sehr nützlich sein.

Weitere Suchmöglichkeiten

CompGen-Metasuche

meta.genealogy.net

Die Metasuche durchsucht unter anderem die erfassten Personendaten des Bayerischen Sterbebilderprojekts. Treffer können daher auch dann erscheinen, wenn man nicht unmittelbar in der BLF-Datenbank sucht.

Zugang: frei

Darf man alte Sterbebilder im Internet veröffentlichen?

Bei einer Veröffentlichung sollten Sie vorsichtig sein.

Die Tatsache, dass ein Sterbebild früher bei einer Beerdigung verteilt wurde, bedeutet nicht automatisch, dass der vollständige Scan heute ohne Prüfung weltweit veröffentlicht werden darf.

Die Gestaltung, Fotografien oder Illustrationen können urheberrechtlich geschützt sein. Bei neueren Erinnerungsbildern können außerdem Informationen zu lebenden Angehörigen enthalten sein.

Der Bayerische Landesverein für Familienkunde verwendet für seine Sammlung aus Vorsicht eine Sperrfrist von 70 Jahren nach der Drucklegung, wenn Urheber nicht ohne Weiteres ermittelt werden können. Das ist die vorsichtige Veröffentlichungspraxis des Vereins und nicht als individuelle Rechtsberatung zu verstehen.

Häufige Fragen zu Sterbebildern

Was ist ein Sterbebild?
Ein Sterbebild ist ein kleinformatiges Gebets- und Erinnerungsbild, das nach dem Tod eines Menschen gedruckt und häufig bei der Totenmesse oder Beerdigung verteilt wurde. Ältere Sterbebilder enthalten neben dem Namen und den Lebensdaten meist religiöse Motive, Gebete oder die Bitte, der verstorbenen Person im Gebet zu gedenken. Je nach Region werden auch Begriffe wie Sterbebildchen, Totenbild, Totenzettel, Sterbezettel oder Leidbild verwendet. In Österreich ist außerdem die Parte oder der Partezettel verbreitet, wobei damit häufig eine größere Todesnachricht gemeint ist.
Welche Informationen kann ein Sterbebild für die Ahnenforschung enthalten?
Besonders ältere Sterbebilder können weit mehr verraten als Geburts- und Sterbedaten. Häufig finden sich Angaben zu Geburtsname, Geburts-, Wohn- oder Sterbeort, Beruf, Hof- oder Hausname, Familienstand, genauem Lebensalter, militärischer Einheit oder Dienstgrad sowie Orden, Ehrenämtern oder Vereinszugehörigkeiten. Für die Familienforschung können gerade kleine Angaben entscheidend sein. Ein Geburtsname öffnet vielleicht den Weg zu einer neuen Ahnenlinie, ein Hofname hilft bei der Unterscheidung gleichnamiger Familien und ein Beruf führt möglicherweise zu weiteren historischen Quellen.
Wo kann ich alte Sterbebilder online finden?
Für Bayern ist das Bayerische Sterbebilderprojekt des Bayerischen Landesvereins für Familienkunde eine der wichtigsten Datenbanken. Daneben gibt es regionale Sammlungen, digitalisierte Totenzettelbestände und lokale Topotheken. Für Österreich ist besonders die Sammlung „Sterbebilder Gesamt-Tirol“ interessant. Weitere Sterbebilder, Parten und familiengeschichtliche Dokumente können in regionalen Topotheken zu finden sein. Für die deutschsprachigen Gebiete Böhmens und Mährens gibt es bislang keine vergleichbare zentrale Sterbebilddatenbank. Hier lohnt sich die Suche in lokalen digitalen Archiven, Topotheken, regionalen Sammlungen und grenzüberschreitenden Portalen. Bei der Recherche sollten Sie unterschiedliche Schreibweisen ausprobieren und auch nach Hofnamen, historischen Ortsnamen und benachbarten Orten suchen.
Sind die Angaben auf einem Sterbebild zuverlässig?
Ein Sterbebild ist eine wertvolle zeitnahe Quelle, aber keine amtliche Urkunde. Die Angaben wurden meist von Angehörigen an eine Druckerei oder ein Bestattungsunternehmen weitergegeben. Namen, Berufe und Lebensumstände sind häufig zuverlässig. Trotzdem können Zahlendreher, ungenaue Altersangaben, falsch geschriebene Ortsnamen oder andere Fehler vorkommen. Nutzen Sie ein Sterbebild deshalb als guten Wegweiser und gleichen Sie wichtige Lebensdaten möglichst mit Kirchenbüchern, Standesamtsregistern, Meldeunterlagen oder anderen Originalquellen ab.
Was ist der Unterschied zwischen einem Sterbebild und einem Erinnerungsbild?
Das historische Sterbebild war eng mit der katholischen Glaubenspraxis verbunden. Es erinnerte an einen verstorbenen Menschen und bat zugleich um Gebet und Fürbitte für seine Seele. Beim modernen Erinnerungsbild steht stärker das gelebte Leben und die Persönlichkeit des Verstorbenen im Mittelpunkt. Private Fotografien, Lieblingsorte, Landschaften, Gedichte oder persönliche Worte haben vielerorts die traditionellen Heiligenbilder und Gebetsformeln ergänzt oder ersetzt. Die Grenze ist fließend. Viele moderne Bildchen werden weiterhin Sterbebilder genannt. Der Begriff Erinnerungsbild beschreibt jedoch gut, wie sich der Schwerpunkt verändert hat: vom Gebetsgedenken hin zur persönlichen Erinnerung.

Fazit: Ein Sterbebild erzählt vom Tod – und bewahrt ein Leben

Sterbebilder sind kleine Quellen mit erstaunlicher Tiefe.

Sie verbinden religiöses Brauchtum, Familiengedächtnis, Druckgeschichte und persönliche Lebensspuren auf wenigen Quadratzentimetern. Für die Familienforschung können sie Namen, Orte und Lebensdaten sichern. Oft sind gerade solche Angaben besonders wertvoll: ein Hofname, ein fast vergessener Beruf, ein Geburtsort, eine militärische Einheit oder der Hinweis auf den Geburtsnamen einer Frau.

Lesen Sie ein Sterbebild deshalb nicht nur als Nachricht über einen Tod.

Lesen Sie es als verdichtete Lebensgeschichte.

Vielleicht lag es viele Jahrzehnte still in einem Gebetbuch.

Sobald Sie beginnen, die alten Wörter, Titel und Ortsnamen zu entschlüsseln, führt es Sie wieder zu einem Menschen. Und manchmal von dort direkt zur nächsten Generation Ihrer Familie.

Quellen und weiterführende Literatur

Dieser Beitrag beruht auf meiner praktischen Arbeit mit historischen Dokumenten und in der Familienforschung sowie auf den folgenden fachlichen Veröffentlichungen und Sammlungen.

Bayerischer Landesverein für Familienkunde e. V.

„Sterbebilder im Wandel der Zeit und ihre Bedeutung für die Familienforschung“. Zusammenfassung eines Vortrags von Elisabeth Weilnböck, Bezirksgruppe Oberbayern, 2015. Verwendet insbesondere für die Entwicklung der Sterbebilder in Bayern, historische Druck- und Gestaltungstechniken, die Veränderung der Textinhalte sowie den Wandel zum individuellen Erinnerungsbild.

Judith Kumpfmüller / Bistum Regensburg

„Brauchtum in Ostbayern: Totenzettel und Sterbebilder“, 2024. Verwendet insbesondere für regionale Bezeichnungen, die Verwendung als „Einmerkerl“ im Gebetbuch, zeittypische Formulierungen und die Bedeutung der Gefallenenbilder.

Katechismus der Katholischen Kirche, Abschnitte 1030–1032

Grundlage für die Erläuterung der katholischen Vorstellungen von Läuterung nach dem Tod, Fürbitte und Gebet für Verstorbene.

Pfitscher, Elisa / MuseumPasseier

„Andenken an die lieben Verstorbenen. Zur Geschichte der Sterbebilder“, MuseumPasseier, o. J. Verwendet insbesondere für die regionale Entwicklung der Sterbebilder im Passeiertal, frühe erhaltene Beispiele aus den Jahren 1838 und 1845, die Aufbewahrung im häuslichen Erinnerungsraum, regionale Druckgeschichte, Druckereivermerke, gemeinsame Sterbebilder mehrerer Personen sowie den Wandel zum persönlichen Erinnerungsbild.

Weiterführende Literatur

Goldner, Johannes

Papierne Epitaphe. Sterbebilder aus Bayern. Ausstellungskatalog, 1995.

Digitale Sammlungen für die Familienforschung

Bayerisches Sterbebilderprojekt des Bayerischen Landesvereins für Familienkunde

Datenbank mit genealogisch erschlossenen Sterbebildern aus Bayern und angrenzenden Regionen. — www.blf-sterbebilderprojekt.de

Totenzettelsammlung der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln

Historische Sammlung mit Totenzetteln vom 18. bis zum 20. Jahrhundert.

Totenzettelsammlung der Universitätsbibliothek Würzburg

Digitalisierte Totenzettel mit frühen Beispielen seit dem 17. Jahrhundert. — vb2.uni-wuerzburg.de/solr/totenzettel/browse

Totenzettel-Datenbank der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde

Umfangreiche genealogische Sammlung aus dem Rheinland sowie angrenzenden Regionen der Niederlande und Belgiens.

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